Thomas Burgener / 
in den Ständerat

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Mitte Januar dieses Jahres hat die Schweizerische Nationalbank den Euro-Mindestkurs von Fr. 1.20 aufgehoben. Unter dem Druck von Spekulanten und mitsamt Applaus der SVP, auch der SVP Wallis. Die Folgen dieses Entscheids kommen mehr und mehr ans Tageslicht, und sie werden bis Ende Jahr katastrophal sein. Gerade für das Wallis als Industrie- und Tourismuskanton ist der viel zu harte Franken verheerend: Gäste aus dem Ausland meiden die Schweiz und auch das Wallis. Und mehr und mehr Schweizer profitieren im Ausland von günstigen Ferienangeboten. Die Produkte unserer Industriebetriebe in Visp, St.Niklaus, Siders, Chippis und Monthey sind massiv teurer geworden. Schweizweit drohen viele Firmen mit Verlagerung ins Ausland. All diesen Folgen schaut die schweizerische Politik mehr oder minder tatenlos zu. Was nützt uns die Unabhängigkeit der Nationalbank, wenn diese die Schweizer Wirtschaft in eine Rezession führt? Die jetzige Leitung der SNB ist für die Misere verantwortlich und ist Bestandteil des Problems. Von den Herren Jordan und Co. Ist kaum was zu erwarten. Deshalb muss die Politik das Heft in die Hand nehmen,  mutige Entscheide fällen und neue Wege vorgeben:  Singapur etwa hat die eigene Währung an einen Währungskorb (Währungen der wichtigsten Handelspartner) gekoppelt und lässt das angehäufte Geld von einem Staatsfonds verwalten, der das Geld im Ausland anlegt.