Thomas Burgener / 
in den Ständerat

Information

 

Thomas, deine Kandidatur wird oft mit deinem Alter (61) in Verbindung gebracht. Stört dich das?

Aber nein. Jeder Kandidat und jede Kandidatin hat sich den WählerInnen und deren Kritiken zu stellen. Ich bin aktiv, habe Lust noch etwas zu bewegen, habe frische Ideen, die ich gepaart mit meiner Erfahrung für das Wallis einsetzen will. Ist man heute mit 61 schon alt? Ich kenne viele 70jährige, die vifer, fröhlicher, ideenreicher, aktiver und dynamischer sind als etliche jüngere Kandidaten.

 

Wo stehst du im Vorteil gegenüber den anderen Ständeratskandidaten?

Meine Arbeit im Visper Gemeinderat, im Grossen Rat, im Nationalrat und im Staatsrat zeigt, dass Teamgeist, Brückenbauerfunktion und das Schmieden von Kompromissen und Strategien neben Fachkenntnissen zum Handwerkszeug des Politikers gehören. Dies alles, ohne den eigenen Standpunkt zu verleugnen und immer im Bewusstsein, die Interessen des Wallis durchzusetzen. Meine Erfahrung und mein kantonales und nationales Netzwerk kommen da vollends zum Tragen. Die Leute kennen mich.

 

Wo liegen die Schwächen deiner Kandidatur?

Im Wallis ist es immer schwierig, gegen die CVP und deren erodierende Stammwählerschaft anzutreten. Ich sehe aber in breiten Kreisen von C-Wählenden im Ober- und Unterwallis, dass die Meinung durchdringt, der Kanton solle mit zwei Stimmen und nicht nur mit einer doppelten CVP Stimme im Ständerat repräsentiert werden. Für den Kanton ist dies besser. Durch Arbeit in zwei verschiedenen vernünftigen Fraktionen ist es leichter, im Rat Mehrheiten für die Interessen unseres Kantons zu schaffen.

 

Was hältst du von deinen Mitbewerbern um den Ständeratssitz?

Bald kommen die ersten Zusammentreffen aller 4 Oberwalliser Ständerats-Kandidaten. Bin schon gespannt auf diese Treffen. Aber auch schön zu sehen, dass sich seit dem Wahlkampf nun alle auch für Eishockeyspiele, Fussballmatches, Tambouren- und Pfeiferfeste und Ringkuhkämpfe interessieren. Die Ausmarchung ist fair. Und wir wissen ja: Die Kandidaten kommen erst in Stimmung, wenn die Stimmen stimmen.

 

Was sind deine Wahlversprechen?

Ich bin zu lange in der Politik, um Wahlphrasen zu trompeten. Die Versprechen der Kandidaten lösen sich nach den Wahlen in allerlei Sachzwänge auf und es bleibt oftmals nur ein Schulterzucken. Man kennt mich und meine politische Einstellung und dass ich mit Kräften fürs Wallis einstehen werde.

 

Eine Prognose für die Wahlen?

Die Wahlzettel werden bald verteilt und gewählt wird am 18. Oktober. Und dann… wie sagte mal Franz Beckenbauer? „Schaun ‚mer mal.“ Bin sehr zuversichtlich.