Thomas Burgener / 
in den Ständerat

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(Publiziert im Walliser Bote vom Samstag, 5. September 2015)

 

Welchen Job haben Schweizer Politiker in Anbetracht der Flüchtlingswelle aus dem Süden Europas zu tun?

Das Bild des 3-jährigen syrischen Kindes Aylan und die Toten im Lastwagen in Österreich machen mich traurig und wütend. Die Politik muss handeln, und die Schweiz kann sich als Vermittler einbringen. Wir haben gute Beziehungen zu Staaten wie Russland und Iran, welche direkt auf die Krisenherde Einfluss nehmen können. Dann müssen die Länder in Europa solidarisch festlegen, wie die Flüchtlinge aufgeteilt werden. Darüber hinaus muss Bern für die Menschen in den Flüchtlingslagern im Libanon, in Jordanien und im Irak mehr tun. Den Schleppern muss das Handwerk gelegt werden. Die Schweiz kann auch mehr Flüchtlinge aufnehmen, das Boot ist nicht voll. Die humanitäre Tradition von Henri Dunant verpflichtet.
 

Wie engagieren Sie sich persönlich im Bereich der Flüchtlingspolitik?

Vor 26 Jahren war ich Mitgründer der Vereinigung für Flüchtlingshilfe, des heutigen „Forum Migration Oberwallis“. Dort engagiere ich mich seit einigen Jahren als Vorstandsmitglied insbesondere für Asylsuchende. In der derzeitigen Situation spende ich auch etwas Geld, damit die Schweizer Hilfswerke weiter helfen können. Das Geld geht ihnen nämlich aus.